Corona Informationen für Senioren, Angehörige und Betreuung zu Hause
Corona Informationen sind für Familien mit älteren Angehörigen weiterhin wichtig. Nicht mehr so wie in den ersten Pandemiejahren, als viele Regeln den Alltag bestimmt haben. Aber weiterhin als Teil einer verantwortungsvollen Pflege und Betreuung zu Hause.
Für viele Familien geht es heute weniger um Angst und mehr um einen ruhigen Umgang mit Atemwegsinfektionen. Was tun, wenn die Betreuungskraft erkältet ist? Wie schützt man eine hochbetagte Mutter bei Familienbesuchen? Wann sollte ein Test sinnvoll sein? Wann braucht es ärztlichen Rat? Und wie bleibt Nähe möglich, ohne unnötige Risiken einzugehen?
Gerade ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und pflegebedürftige Personen können durch Infektionen stärker belastet werden. Deshalb lohnt es sich, bei Husten, Fieber, Schwäche oder Atemnot genau hinzusehen.
Gleichzeitig sollte Corona heute nicht dazu führen, dass ältere Menschen wieder vereinsamen. Schutz ist wichtig. Nähe ist ebenfalls wichtig. Gute Betreuung bedeutet, beides miteinander zu verbinden.
Wir bei senioba erleben, dass viele Angehörige genau diese Balance suchen. Sie möchten vorsichtig sein, aber nicht übervorsichtig. Sie möchten ihre Eltern oder Großeltern schützen, aber ihnen Besuch, Alltag, Gespräche und Würde erhalten.
Warum Corona für ältere Menschen weiter wichtig bleibt
COVID-19 ist für viele Menschen heute weniger bedrohlich als zu Beginn der Pandemie. Trotzdem kann eine Infektion für ältere oder gesundheitlich vorbelastete Menschen weiterhin ernst werden.
Im Alter ist der Körper oft weniger belastbar. Vorerkrankungen, schwächere Abwehrkräfte, eingeschränkte Mobilität oder Pflegebedürftigkeit können dazu führen, dass eine Atemwegsinfektion den Alltag schnell aus dem Gleichgewicht bringt.
Eine Infektion kann mehr auslösen als Husten
Bei älteren Menschen zeigt sich eine Infektion nicht immer nur durch klassische Beschwerden. Manchmal fällt zuerst auf, dass jemand schwächer wirkt, weniger isst, verwirrter ist, mehr schläft oder schlechter aufsteht.
Solche Veränderungen sollten ernst genommen werden. Besonders dann, wenn Fieber, Atemnot, starke Müdigkeit, Schwindel oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands dazukommen.
Pflegebedürftige Menschen haben weniger Reserven
Ein Mensch, der ohnehin Hilfe im Alltag braucht, hat bei einer Infektion oft weniger Kraftreserven. Schon wenige Tage mit wenig Essen, wenig Trinken oder wenig Bewegung können spürbare Folgen haben.
Deshalb ist es wichtig, früh zu reagieren. Nicht panisch, aber aufmerksam.
Schutz bedeutet nicht Isolation
Viele Familien erinnern sich noch an Zeiten, in denen Besuche stark eingeschränkt waren. Diese Erfahrungen haben Spuren hinterlassen.
Heute sollte Schutz im Alltag anders gedacht werden. Es geht um Rücksicht, gute Vorbereitung, ehrliche Kommunikation und passende Maßnahmen, ohne ältere Menschen unnötig allein zu lassen.
COVID-19 heute realistisch einordnen
COVID-19 gehört heute zu den Atemwegsinfektionen, die besonders in den Herbst und Wintermonaten häufiger auftreten können. Gleichzeitig bleibt die Erkrankung für bestimmte Gruppen bedeutsam.
Für Familien ist wichtig, nicht jede Erkältung automatisch dramatisch zu sehen, aber auch nicht zu leichtfertig mit Symptomen umzugehen.
Corona ist nicht verschwunden
Das Coronavirus zirkuliert weiterhin. Es kann milde Verläufe verursachen, aber auch stärkere Erkrankungen auslösen.
Besonders bei älteren Menschen sollte deshalb genauer beobachtet werden, wie sich eine Infektion entwickelt.
Symptome ähneln anderen Infekten
COVID-19, Grippe und Erkältung können ähnliche Beschwerden machen. Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf und Gliederschmerzen, Fieber oder Schwäche können bei verschiedenen Atemwegsinfektionen auftreten.
Allein an den Beschwerden lässt sich nicht immer sicher erkennen, welche Infektion vorliegt.
Tests können Orientierung geben
Ein Corona Test kann helfen, eine Situation besser einzuschätzen. Besonders dann, wenn eine ältere oder pflegebedürftige Person geschützt werden soll oder wenn mehrere Menschen im Haushalt Symptome haben.
Ein negativer Test bedeutet jedoch nicht in jeder Situation vollständige Sicherheit. Deshalb bleibt der Blick auf Symptome und den allgemeinen Zustand wichtig.
Ruhe statt Unsicherheit
Viele Angehörige fühlen sich unsicher, wenn Symptome auftreten. Das ist verständlich.
Hilfreich ist ein einfacher Plan. Symptome beobachten, Kontakte zu gefährdeten Personen vorübergehend vorsichtiger gestalten, bei Verschlechterung ärztlichen Rat einholen und den Alltag so gut wie möglich weiter stabil halten.
Typische Beschwerden und Warnzeichen
COVID-19 kann sich unterschiedlich zeigen. Manche Menschen haben nur leichte Beschwerden. Andere fühlen sich deutlich krank.
Bei älteren Menschen ist wichtig, auch unscheinbare Veränderungen ernst zu nehmen.
Häufige Beschwerden
Zu den möglichen Beschwerden gehören Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf und Gliederschmerzen, Fieber, allgemeine Schwäche, Müdigkeit und Kurzatmigkeit.
Auch Magen Darm Beschwerden, Appetitlosigkeit oder eine ungewohnte Erschöpfung können vorkommen.
Warnzeichen bei älteren Menschen
Besondere Aufmerksamkeit ist sinnvoll, wenn Atemnot, starke Schwäche, Brustschmerzen, bläuliche Lippen, Verwirrtheit, hohes oder anhaltendes Fieber, Austrocknung oder eine deutliche Verschlechterung auftreten.
In solchen Fällen sollte medizinischer Rat eingeholt werden. Bei akuter Atemnot oder ernstem Notfall gilt der Notruf.
Verwirrtheit kann ein Hinweis sein
Bei älteren Menschen kann eine Infektion dazu führen, dass sie plötzlich verwirrter wirken als sonst. Sie finden sich schlechter zurecht, sprechen anders, wirken schläfrig oder ungewöhnlich unruhig.
Das sollte nicht einfach als Alter abgetan werden. Es kann ein Zeichen sein, dass der Körper stark belastet ist.
Trinken und Essen beobachten
Wenn ein älterer Mensch bei einer Infektion wenig trinkt oder kaum isst, kann sich der Zustand schnell verschlechtern.
Angehörige und Betreuungskräfte sollten deshalb darauf achten, dass Getränke sichtbar bereitstehen und kleine Mahlzeiten angeboten werden.
Wann ärztlicher Rat wichtig ist
Nicht jede leichte Erkältung braucht sofort eine ärztliche Abklärung. Bei älteren oder vorerkrankten Menschen sollte die Schwelle für Rückfragen aber niedriger sein.
Bei deutlicher Verschlechterung
Wenn sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit verschlechtert, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Das gilt besonders bei Atemnot, starker Schwäche, Fieber, Verwirrtheit oder Kreislaufproblemen.
Auch Angehörige sollten ihrem Eindruck vertrauen. Wenn jemand deutlich anders wirkt als sonst, ist Nachfragen sinnvoll.
Bei bestehenden Vorerkrankungen
Menschen mit Herz, Lungen, Nieren oder Stoffwechselerkrankungen sollten bei einer Infektion besonders aufmerksam begleitet werden.
Auch bei geschwächtem Immunsystem oder hohem Alter ist ärztliche Einschätzung früher sinnvoll.
Bei Unsicherheit lieber nachfragen
Viele Angehörige zögern, weil sie niemanden belasten möchten. Doch eine kurze Rückfrage bei Hausarztpraxis, ärztlichem Bereitschaftsdienst oder Pflegefachkraft kann Sicherheit geben.
Gerade in der häuslichen Pflege ist es besser, früh zu klären, als zu lange abzuwarten.
Notfallzeichen ernst nehmen
Bei akuter Atemnot, Bewusstseinsveränderung, starken Brustschmerzen oder anderen schweren Symptomen sollte nicht abgewartet werden.
Dann ist medizinische Hilfe dringend notwendig.
Schutz im Alltag ohne Angst
Schutz vor Infektionen muss nicht bedeuten, dass ältere Menschen keine Nähe mehr erleben dürfen. Gerade im Alter sind Besuche, Gespräche und menschlicher Kontakt wichtig.
Ein guter Umgang mit Corona und anderen Atemwegsinfektionen verbindet Vorsicht mit Lebensqualität.
Bei Symptomen Rücksicht nehmen
Wer krank ist, sollte einen Besuch bei einem älteren oder pflegebedürftigen Menschen möglichst verschieben. Das gilt nicht nur für Corona, sondern auch für Grippe, Erkältungen und andere Infekte.
Wenn ein Besuch dringend nötig ist, sollten Schutzmaßnahmen besonders sorgfältig bedacht werden.
Besuche bewusst gestalten
Ein Besuch kann sicherer werden, wenn vorher ehrlich über Symptome gesprochen wird, wenn gut gelüftet wird und wenn bei Bedarf Abstand oder Maske genutzt werden.
Das muss nicht kühl wirken. Es kann ein Zeichen von Rücksicht sein.
Alltag nicht aus Angst verkleinern
Viele ältere Menschen haben während der Pandemie Einsamkeit erlebt. Deshalb sollte Schutz heute nicht bedeuten, dass Kontakte dauerhaft wegfallen.
Es geht darum, Risiken zu reduzieren und trotzdem Nähe zu ermöglichen.
Selbstbestimmung beachten
Auch ältere Menschen haben ein Recht darauf, in Entscheidungen einbezogen zu werden. Wenn Schutzmaßnahmen geplant werden, sollte erklärt werden, warum sie sinnvoll sind.
Das schafft mehr Akzeptanz als Verbote oder ungefragte Entscheidungen.
Hygiene, Lüften und Abstand mit Augenmaß
Einfache Maßnahmen können helfen, Infektionen im Alltag zu reduzieren. Sie sollten gut verständlich und praktisch umsetzbar sein.
Hände waschen
Regelmäßiges Händewaschen bleibt eine einfache und sinnvolle Maßnahme. Besonders nach dem Heimkommen, vor dem Essen, nach dem Naseputzen und nach dem Toilettengang.
Bei pflegebedürftigen Menschen kann eine Betreuungskraft freundlich unterstützen, ohne daraus Druck zu machen.
Lüften
Frische Luft kann helfen, die Belastung in Innenräumen zu reduzieren. Kurzes Stoßlüften ist oft besser als dauerhaft gekippte Fenster.
Bei älteren Menschen sollte darauf geachtet werden, dass sie dabei nicht auskühlen.
Maske in passenden Situationen
Eine Maske kann sinnvoll sein, wenn jemand Symptome hat, ein Besuch nicht verschoben werden kann oder eine besonders gefährdete Person geschützt werden soll.
Sie ist kein Zeichen von Distanz, sondern kann eine Form der Rücksicht sein.
Oberflächen nicht überbewerten
Sauberkeit ist wichtig, aber der Alltag muss nicht in ständige Desinfektion kippen. Wichtiger sind meistens Hände, Lüften, Rücksicht bei Symptomen und gute Kommunikation.
Pflege zu Hause sollte sicher bleiben, aber nicht von Angst bestimmt werden.
Besuche bei älteren Menschen rücksichtsvoll planen
Besuche sind für ältere Menschen oft sehr wichtig. Sie bringen Leben, Nähe und das Gefühl, nicht vergessen zu sein.
Gerade deshalb sollten Besuche nicht leichtfertig gestrichen werden. Sie können aber mit Rücksicht geplant werden.
Vor dem Besuch ehrlich sein
Wenn jemand Husten, Fieber, Halsschmerzen, starke Müdigkeit oder andere Infektzeichen hat, sollte das offen gesagt werden.
Ein verschobener Besuch ist manchmal besser als ein Risiko für einen geschwächten Menschen.
Kurze Besuche können besser sein
Bei Unsicherheit kann ein kürzerer Besuch sinnvoll sein. Er gibt Nähe, ohne den älteren Menschen zu überfordern.
Besonders bei Infektwellen oder geschwächtem Zustand kann weniger manchmal rücksichtsvoller sein.
Kontakt halten, auch wenn ein Besuch ausfällt
Wenn ein Besuch wegen Symptomen verschoben wird, sollte der Kontakt nicht ganz abbrechen. Ein Anruf, eine Videobotschaft, eine Karte oder ein kurzer Gruß können viel bedeuten.
So entsteht Schutz, ohne dass der Mensch sich allein gelassen fühlt.
Kinderbesuche behutsam planen
Kinder bringen Freude, aber sie haben häufiger Infekte. Wenn ein älterer Mensch sehr gefährdet ist, sollten Familien bei Erkältungssymptomen besonders vorsichtig sein.
Das bedeutet nicht, Nähe zu verbieten. Es bedeutet, bewusst und liebevoll abzuwägen.
Betreuungskraft im Haushalt und Infektionsschutz
Wenn eine Betreuungskraft im Haushalt lebt, ist Infektionsschutz ein gemeinsames Thema. Die Betreuungskraft, die pflegebedürftige Person und die Angehörigen teilen Verantwortung.
Symptome früh ansprechen
Wenn die Betreuungskraft oder die pflegebedürftige Person Symptome entwickelt, sollte das früh angesprochen werden.
Husten, Fieber, starke Müdigkeit oder Atembeschwerden sollten nicht aus Höflichkeit überspielt werden.
Klare Absprachen helfen
Familien sollten vorab klären, was bei Krankheit passiert. Wer wird informiert? Wer ruft die Hausarztpraxis an? Gibt es einen Test im Haushalt? Wer kann kurzfristig unterstützen?
Solche Absprachen nehmen Druck aus der Situation.
Rückzug ermöglichen
Eine im Haushalt lebende Betreuungskraft braucht ein eigenes Zimmer. Das ist auch bei Infekten wichtig, damit Rückzug und Abstand besser möglich sind.
Ohne privaten Raum wird der Alltag für alle schwieriger.
Betreuungskraft nicht überfordern
Wenn die pflegebedürftige Person krank wird, kann der Betreuungsaufwand steigen. Gleichzeitig darf nicht erwartet werden, dass eine Betreuungskraft medizinische Verantwortung übernimmt.
Bei Verschlechterung, Atemnot oder medizinischen Fragen sollte ärztliche oder pflegerische Hilfe einbezogen werden.
Corona bei Pflege zu Hause
Wenn ein älterer Mensch zu Hause an Corona oder einer anderen Atemwegsinfektion erkrankt, braucht der Alltag besondere Aufmerksamkeit.
Es geht darum, Ruhe zu bewahren, Symptome zu beobachten und die Versorgung stabil zu halten.
Versorgung sicherstellen
Essen, Trinken, Medikamente, Körperpflege, Toilettengang und Schlaf sollten im Blick bleiben. Bei Krankheit werden diese einfachen Dinge schnell schwieriger.
Eine Betreuungskraft oder Angehörige können helfen, den Tag ruhig zu strukturieren.
Medikamente nicht eigenständig ändern
Medikamente sollten nicht ohne ärztliche Rücksprache verändert werden. Wenn Unsicherheit besteht, sollte die Hausarztpraxis oder Apotheke einbezogen werden.
Ein aktueller Medikamentenplan sollte gut auffindbar sein.
Trinken besonders beachten
Bei Fieber oder Schwäche ist ausreichendes Trinken wichtig. Viele ältere Menschen trinken in solchen Phasen noch weniger als sonst.
Kleine Mengen über den Tag verteilt können leichter sein als große Gläser auf einmal.
Bewegung vorsichtig erhalten
Wenn es der Zustand erlaubt, kann vorsichtige Bewegung im Zimmer oder kurze Wege helfen, nicht völlig abzubauen.
Bei starker Schwäche, Schwindel oder Atemnot sollte nichts erzwungen werden. Dann braucht es medizinische Einschätzung.
Demenz, Corona und besondere Sensibilität
Bei Menschen mit Demenz kann eine Infektion besonders herausfordernd sein. Sie verstehen Schutzmaßnahmen möglicherweise nicht, reagieren auf Masken ängstlich oder können Symptome nicht gut beschreiben.
Veränderungen im Verhalten ernst nehmen
Wenn ein Mensch mit Demenz plötzlich unruhiger, schläfriger, aggressiver, ängstlicher oder verwirrter wirkt, kann auch eine körperliche Ursache dahinterstehen.
Eine Infektion, Schmerzen, Flüssigkeitsmangel oder Nebenwirkungen von Medikamenten können Verhalten verändern.
Einfach erklären
Schutzmaßnahmen sollten einfach und ruhig erklärt werden. Lange Begründungen überfordern oft.
Kurze Sätze, wiederkehrende Abläufe und vertraute Personen helfen mehr als Druck.
Masken können verunsichern
Manche Menschen mit Demenz erkennen Gesichter schlechter, wenn eine Maske getragen wird. Das kann Angst auslösen.
Wenn eine Maske nötig ist, können ruhige Stimme, Name nennen und langsame Bewegungen helfen.
Routine bewahren
Auch bei Krankheit sollten vertraute Routinen so weit wie möglich erhalten bleiben. Mahlzeiten, Ruhezeiten, Musik, vertraute Gegenstände und wiederkehrende Abläufe geben Sicherheit.
Gerade bei Demenz ist diese Stabilität sehr wertvoll.
Impfung und ärztliche Beratung
Die Corona Impfung bleibt für bestimmte Gruppen ein wichtiges Thema. Besonders ältere Menschen und Menschen mit erhöhtem Risiko sollten ihren Impfstatus ärztlich besprechen.
Auffrischung für Risikogruppen
Für Menschen ab 60 Jahren und weitere Risikogruppen wird eine jährliche Auffrischimpfung im Herbst empfohlen. Dazu gehören auch viele Menschen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.
Die konkrete Entscheidung sollte mit der Hausarztpraxis besprochen werden.
Impfung schützt vor schweren Verläufen
Eine Impfung kann das Risiko für schwere Verläufe senken. Sie verhindert nicht jede Infektion, kann aber gerade bei gefährdeten Menschen wichtig sein.
Familien sollten deshalb nicht nur fragen, ob jemand sich anstecken kann, sondern auch, wie schwere Verläufe möglichst vermieden werden können.
Auch andere Impfungen beachten
Im Alter können auch andere Impfungen wichtig sein, etwa gegen Grippe oder andere Atemwegsinfektionen.
Die Hausarztpraxis kann helfen, den Impfstatus insgesamt zu prüfen.
Ängste ernst nehmen
Manche ältere Menschen sind unsicher oder haben schlechte Erfahrungen im Kopf. Angehörige sollten nicht drängen, sondern informieren und ärztliche Beratung ermöglichen.
Eine gute Entscheidung entsteht durch Vertrauen, nicht durch Druck.
Was Angehörige vorbereiten können
Eine gute Vorbereitung hilft, wenn Corona oder eine andere Atemwegsinfektion im Haushalt auftritt. Vieles lässt sich vorher ruhig ordnen.
Notfallkontakte sichtbar machen
Hausarztpraxis, ärztlicher Bereitschaftsdienst, Pflegedienst, Angehörige, Apotheke und Vermittlung sollten gut auffindbar sein.
Eine einfache Liste im Betreuungsordner oder am Telefon kann sehr hilfreich sein.
Medikamentenplan aktuell halten
Der Medikamentenplan sollte aktuell sein. Alte Pläne sollten entfernt werden, damit nichts verwechselt wird.
Auch Allergien, Diagnosen und wichtige Hinweise sollten notiert sein.
Test und Schutzmaterial bereithalten
Es kann sinnvoll sein, einige Tests, Masken, Einmalhandschuhe und Fieberthermometer im Haushalt zu haben.
Wichtig ist, dass alle wissen, wo diese Dinge liegen.
Aufgaben in der Familie verteilen
Wenn eine Infektion auftritt, sollte nicht alles an einer Person hängen. Eine Person kann telefonieren, eine andere einkaufen, eine weitere mit der Betreuungskraft sprechen.
Konkrete Aufgaben helfen mehr als allgemeine Zusagen.
Wenn eine Infektion im Haushalt auftritt
Wenn eine Corona Infektion oder ein starker Atemwegsinfekt im Haushalt auftritt, ist ein ruhiges Vorgehen wichtig.
Kontakte vorsichtig gestalten
Wenn möglich, sollten enge Kontakte zu besonders gefährdeten Personen reduziert werden. Bei notwendiger Pflege oder Betreuung geht es aber nicht darum, den Menschen allein zu lassen.
Dann sollten Schutzmaßnahmen genutzt und Kontakte bewusst gestaltet werden.
Räume gut lüften
Regelmäßiges Lüften kann helfen. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass ältere Menschen nicht frieren oder auskühlen.
Kurzes Stoßlüften ist oft praktikabler als dauerhaft offene Fenster.
Symptome beobachten
Atemnot, starke Schwäche, Verwirrtheit, hohes Fieber, wenig Trinken oder deutliche Verschlechterung sollten ernst genommen werden.
Bei Unsicherheit ist ärztlicher Rat sinnvoll.
Versorgung nicht abbrechen lassen
Pflegebedürftige Menschen brauchen auch während einer Infektion Hilfe. Körperpflege, Medikamente, Essen, Trinken und Sicherheit müssen weiter begleitet werden.
Wenn die übliche Betreuung ausfällt, sollte schnell geklärt werden, wer vorübergehend unterstützen kann.
Wie senioba Familien in solchen Situationen unterstützt
Wir bei senioba unterstützen Familien dabei, Betreuung zu Hause auch in unsicheren Situationen ruhig und verantwortungsvoll zu organisieren.
Corona und andere Atemwegsinfektionen können den Alltag belasten. Besonders dann, wenn ein älterer Mensch pflegebedürftig ist oder Angehörige nicht ständig vor Ort sein können.
Wir helfen beim Sortieren
Viele Familien fragen sich, was jetzt nötig ist. Besuch verschieben, Betreuung anpassen, Pflegedienst einbinden, Arzt kontaktieren oder zusätzliche Hilfe organisieren.
Wir helfen, diese Fragen ruhig zu sortieren und den nächsten sinnvollen Schritt zu finden.
Wir denken Schutz und Nähe zusammen
Ältere Menschen brauchen Schutz, aber auch Kontakt. Deshalb schauen wir darauf, wie Betreuung sicher gestaltet werden kann, ohne den Menschen unnötig zu isolieren.
Das ist besonders wichtig bei Menschen mit Demenz, Einsamkeit oder hoher emotionaler Belastung.
Wir achten auf klare Abläufe
Ein Betreuungsordner, Notfallkontakte, Medikamentenplan, Aufgabenübersicht und klare Ansprechpartner helfen sehr, wenn Krankheit im Haushalt auftritt.
Solche Vorbereitung macht Betreuung stabiler.
Wir bleiben ansprechbar
Wenn sich die Situation verändert, braucht eine Familie oft schnelle Orientierung. Was ist noch leistbar? Welche Hilfe muss ergänzt werden? Wo liegen Grenzen?
Wir begleiten Familien dabei, Betreuung zu Hause auch in schwierigen Phasen menschlich und tragfähig zu halten.
Fazit, Corona bleibt ein Thema, aber mit Ruhe und Vorbereitung
Corona ist für viele Familien heute kein Alltagsthema mehr wie in den ersten Pandemiejahren. Für ältere, pflegebedürftige oder vorerkrankte Menschen bleibt COVID-19 aber weiterhin wichtig.
Ein guter Umgang bedeutet, Infektionen ernst zu nehmen, ohne den Alltag von Angst bestimmen zu lassen. Symptome sollten beobachtet werden. Bei Atemnot, starker Schwäche, Verwirrtheit oder deutlicher Verschlechterung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Schutz im Alltag entsteht durch einfache Maßnahmen. Rücksicht bei Symptomen, Händehygiene, Lüften, passende Maskennutzung, aktuelle Notfallkontakte, ein gepflegter Medikamentenplan und klare Absprachen in der Familie können viel bewirken.
Besonders bei Pflege zu Hause, Demenz oder einer im Haushalt lebenden Betreuungskraft ist gute Vorbereitung wichtig. Alle Beteiligten sollten wissen, was bei Krankheit zu tun ist und wer erreichbar ist.
Wir bei senioba unterstützen Familien dabei, Sicherheit und Nähe miteinander zu verbinden. Denn ältere Menschen brauchen Schutz, aber sie brauchen auch Gespräche, Besuch, Würde und das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden.




